"Westfalen-Blatt" vom

Fünf Blechbläser mit viel Humor

Militärmusik und Religion: »Brassmen« spielten in der Fiedenskirche

Herford (nie). Sie sind religiös, und ihre Leiden­schaft gilt der Militär­musik: Voll besetzt war die Friedens­kirche in Herford-Elver­dissen, als die Musiker von Brassmen mit ihren Blas­instru­menten das Gottes­haus betraten. Seit 1994 musizieren die fünf Blech­bläser mit­einander.

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Noch im gleichen Jahr nahm das Quin­tett das erste Demo auf. Brass­men, das sind vier Militär­musiker, Johannes Langen­dorf (Bonn), Micha Klappert (Kassel), Richard Meindl (München) und Markus Motschen­bacher (Würz­burg) sowie Bundes­posaunen­wart beim CVJM West­bund Klaus-Peter Diehl (Hille). Sie spielten bereits erfolg­reich in Para­guay, auf der Expo in Han­nover sowie bei der Ver­anstal­tungs­reihe Pro­Christ 2003 in Essen.

Ihr Pro­gramm ist »kontrast­reich« wie ihr gleich­namiges Album: ein musika­lischer Hoch­genuss, gepaart mit guter Comedy und Schau­spielerei. Die Profi­musiker spielen nicht nur ihre Instru­mente brilliant, sondern unter­halten auch das Publi­kum mit viel Humor; denn einer tanzt immer aus der Reihe. Zwischen Liedern von Bach, Mozart oder den Beatles setzte sich plötz­lich ein Akteur in das Publi­kum, ein anderer rasierte sich, und noch ein anderer signa­lisierte durch Gesten und Mimik, dass die Ankün­digung zu lang ist. Auch die Theater­dar­bietung von Markus Motschen­bacher und Johan­nes Langen­dorf, die einen Stier­kampf nach­ahmten, begeisterte das Publi­kum. Lied­texte wie »Jesus, zu dir kann ich kommen, wie ich bin« signa­lisierten die Ver­bunden­heit zu Gott. »Gott hebt uns auf, hilft uns auf die Beine«, sagte Klaus-Peter Diehl den Zu­hörern.

Um sich dem Medien­zeit­alter anzu­passen, über­legten sich die fünf Profi­musiker etwas ganz Besonderes. Sie spielten einen Trailer für die zweite Konzert­hälfte und gaben dem Publi­kum eine spannende, musi­kalische Vor­schau auf das Kommende.

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