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Hauptberuflich widmen sich diese fünf Männer der Militärmusik: Treten sie jedoch als Gruppe »Brassmen« auf, kombinieren sie die christliche Botschaft ihrer Musik mit vielen humorvollen Showeinlagen. 200 Besucher in der Friedenskirche ließen sich gerne verzaubern. Foto: Siegfried Huss

Ernste Musik kann lustig sein

Bläser-Ensemble »Brassmen« wird in der Friedenskirche Elverdissen gefeiert

Von Siegfried Huss

Herford (HK). Ernste Musik lustig präsentieren – wie ist das möglich? Für die Lösung dieser Frage braucht Trompeter Johannes Manfred Langendorf nur ein Wort: Begeisterung. In der Tat war es der sprichwörtliche Funke der Begeisterung, der am Freitagabend beim Konzert der Blechbläser-Gruppe »Brassmen« übersprang. 200 Besucher sorgten in Elverdissen für eine nahezu voll besetzte Friedenskirche. Schon zu Beginn des Konzertes überrascht das Ensemble um Johannes Manfred Langendorf (Trompete), Markus Motschenbacher (Trompete), Michael Klappert (Horn), Udo Kleinherz (Posaune) und Richard Meindl (Tuba) mit absichtlich inszenierten Albernheiten. Anstatt der üblich disziplinierten Aufstellung herrschte etwas Durcheinander auf der Bühne, bis schließlich jeder Musiker seine Position gefunden
hatte.

Ihre ersten Klänge widmeten die »Brassmen« klassischer Bläsermusik. Dazu zählte unter anderem das Lied »Jesus, zu dir kann ich so kommen, wie ich bin«, das die Gruppe seit dem ersten Tag ihres gemeinsamen Musizierens vor siebzehn Jahren begleitet. In der Folgezeit verstanden es die Instrumentalisten prima, unterschiedlichste Musikstilrichtungen zu vereinen: Die Palette reichte vom französischen Nationaltanz »Can Can« über den Bach-Choral »Wie schön leuchtet der Morgenstern« bis zu Medley der größten Hits von Udo Jürgens. Die gekonnt eingefügten, oft humorvollen Showeinlagen, sorgten wiederholt für lang anhaltenden Applaus der begeistert mitgehenden Fangemeinde. Insgesamt erlebte das Publikum einen unterhaltsamen, gut zweistündigen Musikabend, der Spaß und gute Unterhaltung mit anspruchsvoller Blechbläsermusik vom Feinsten kombinierte. »Wenn es Ihnen gefallen hat, kommen Sie beim nächsten Konzert wieder. Und wenn Sie enttäuscht sind, sagen Sie uns das gleich heute Abend«, sagte Trompeter Johannes Manfred Langendorf zum Abschluss. Das Urteil fiel eindeutig aus: Die Zuschauer dankten mit lang anhaltendem Applaus.

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