Markus Motschenbacher („Ich spiele hier nur zufälligerweise mit!“)

Nachdem sich meine Eltern zufälligerweise bei der Arbeit kennen gelernt und geheiratet hatten, wurde ich (zur Freude aller) 1976 geboren. Der Schallplattenspieler, den meine Eltern damals zufälligerweise besaßen, hat mich schon im Alter von zwei Jahren fasziniert.

Da ich schon immer ein besonders cleveres Kerlchen war, wusste ich ziemlich schnell, wo sich der Ein- und Ausschalter befand, und konnte so meine Lieblingsschallplatte (Ernst Mosch aus Opas Sammlung) selbst auflegen.

Die Liebe zur Musik hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Als ich dann in die Schule kam, wollte ich unbedingt (erneut zur Freude aller) ein Musikinstrument erlernen. Da meine Finger damals zufälligerweise (glücklicherweise!) für Klavier zu klein und für Geige zu dick waren, hatte mein Musiklehrer ein anderes, meiner besonders begnadeten musikalischen Begabung entsprechendes Instrument „in petto“. Weil die Trompete dann auch noch so schön geglänzt hat und ich zufälligerweise sofort auf ihr spielen konnte (ein tiefstmöglichst alteriertes G mit Naturvibrato im zarten Fortissimo), fühlte ich mich für dieses Instrument gleich berufen.

Da es zum damaligen Zeitpunkt in der Grundschule zufälligerweise nur noch schlechtere Trompeter gab, durfte (musste) ich ziemlich schnell im Schülerorchester mitspielen.

Zufälligerweise hat man mich dort neben ein Mädchen gesetzt, das auch Trompete spielte, einen Kopf größer war , „nie“ geschwätzt hat (Notlüge) und wunderschön war (ich wurde gezwungen, das zu schreiben). Habe ich schon erwähnt, dass ich mit diesem Mädchen heute zufälligerweise verheiratet bin?

Nachdem ich dann Schule, Schülerorchester und Ausbildung erfolgreich hinter mir gelassen hatte, wollte nun auch „Vater Staat“ von meinem unendlichen Talent profitieren und hat mich einberufen.

Der Dienst an der „Waffe“ (Trompete im Musikkorps) war auch nicht immer leicht für mich, denn zufälligerweise hat man mich wieder neben eine Person gesetzt, die einen Kopf größer war, Trompete spielte, auch „nie“ geschwätzt hat und mir sofort sympathisch war (das mit dem wunderschön hab ich jetzt mal weggelassen). Habe ich schon erwähnt, dass diese Person zufälligerweise Johannes war?

Na ja — und so kam ich dann zufälligerweise an eine der zwei begehrten Solotrompeter-Stellen bei brAssMEN. Neben meiner Tätigkeit im Heeresmusikkorps 12, meinem Musikstudium und meiner Familie füllt mich diese anspruchsvolle Quintettarbeit (die Musik ist super, aber die anderen vier Typen — boah, echt anstrengend, ey!) voll aus.

Ich danke Gott für alle diese „Zufälle“ in meinem Leben und freue mich schon auf die nächsten.

Wenn ihr mir eine E-Mail schreiben wollt, könnt ihr das unter markus[ät]brassmen.de tun.